Nicht messbar, aber spürbar

Verkehrswacht: Aufklärung trägt zum Rückgang der Verkehrsopfer bei

05.09.2009 | Die sinkende Zahl von Verkehrstoten habe sicher viele Ursachen: Darauf wies Josef Triller, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht bei deren Jahreshauptversammlung im Landgasthof Erras in Fichtenhof hin. Neben der technischer Verbesserungen der Fahrzeuge – seien es ABS, ESP oder andere intelligente Fahrassistenten – habe die Arbeit der Verkehrswacht, die leider nicht messbar sei, ihren Beitrag geleistet.

Die Moderatoren der Verkehrswacht und die Verkehrserzieher der Polizei haben laut Triller 2008 über 1600 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet: Bei der Landesverkehrswacht und im Bundesverband werde dies durchaus zur Kenntnis genommen.

Die Tätigkeit der Verkehrswacht beginne bereits im Vorschulalter mit “Kind und Verkehr” in Kindergärten, gefolgt vom Schulwegtraining, Schulbustrainingskursen oder dem Kindersicherheitstag bei der Lebenshilfe, wodurch fast 1000 Kinder und Erwachsene mit den Gefahren für Kinder im Straßenverkehr vertraut gemacht werden konnten. Genau so viele Personen erreichte die Schulverkehrserziehung. Radfahrprüfungen und Radfahrturniere gehören zum Standartangebot der Verkehrswacht. Stolz ist der Verkehrswachtsvorsitzende darauf, dass es dort, wo Schülerlotsen eingesetzt waren, schon seit Jahren keinen nennenswerten Schulwegunfall mehr gab.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema “Alkohol und Drogen im Straßenverkehr”, das in 33 Vortragsreihen fast 1000 Teilnehmern aus weiterführen den Schulen vermittelt werden konnte. Josef Triller hob hervor, dass die 16- bis 24-Jährigen weniger als zehn Prozent der Bevölkerung darstellen, aber mit über 25 Prozent an Verkehrsunfällen beteiligt seien. Der “tote Winkel” wurde 46 Volksschulklassen mit über 1200 Teilnehmern demonstriert und junge Fahranfänger konnten mit der Aktion “Könner durch Er-Fahrung” ihr Können verbessern, was auch durch 19 weitere Sicherheitstrainingskurse erreicht werden konnte.

Die Moderatoren der Verkehrswacht besuchten auch Vereine oder Altenheime. Im Herbst bot die Verkehrswacht wieder die kostenlose Überprüfung der Beleuchtung am Pkw an. Triller betonte, dass vorausschauendes und rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr die sicherste Möglichkeit sei, lange Jahre unfallfrei zu fahren.

[Quelle: Oberpfalznetz]

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